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radioaktiv auf der gamescom 2013: Einzeltitel (Teil 2)

Der zweite und letzte Teil unserer Anspielsession in Köln. Wir hoffen, wir können euch unsere Eindrücke von den einzelnen Titeln gut vermitteln:

Knack

KnackDie Story zu Knack ist simpel und schnell erzählt: ein Professor baut aus antiken, metallenen Teilen ein kleines Wesen zusammen. Dieses kann viele kleine Gegenstände in sich aufnehmen und wird so größer und stärker. Das ist auch notwendig, denn es gilt gelbe Goblins aufzuhalten, die die Menschenwelt erobern wollen. Trotz dieser einfachen Prämisse und der niedlichen Optik, die an den damaligen Xbox 360 Neuling Kameo erinnert, ist das Gameplay von Knack nicht gerade das einfachste. In typischer Jump’n’Run Manier hüpft man durch die Welten und sammelt Gegenstände, um sich zu heilen oder zu stärken. Sammelt man gelbe Kristalle ein, kann man optisch opulente  und effektive Spezialangriffe gegen die Gegner starten. Wichtig ist, dass man gegnerische Angriffe blockt, sonst ist’s schnell vorbei mit dem Spaß und man zerfällt in alle Einzelteile. Knack wird einer der ersten Titel für die PlayStation 4 werden und sah grafisch sehr hübsch und aufwendig gestaltet aus. Der Titel setzt aufgrund seiner Hauptfigur großen Wert auf Partikeleffekte, die beeindruckend aussehen. Womöglich der Launchtitel für Jump’n’Run Liebhaber oder Spieler, die nicht so großen Wert auf eine ausgefeilte Story legen. Ob sich Knack als das Jump’n’Run für die PlayStation 4 etablieren kann, wird sich mit dem Konsolenstart am 29. November zeigen.

Super Mario 3D World

SM3dWBei Nintendo ist mit Super Mario 3D World sozusagen bewährte Hausmannskost zu sehen gewesen. Das Gameplay ist eine Mischung aus Super Mario Galaxy und New Super Mario Bors. Wii. Man springt auf Gegner, zerstört Blöcke, sammelt Münzen und bekommt Spezialfähigkeiten durch bestimmte Objekte. Ein einfaches Gameplay, dass von Nintendo wieder aufgegriffen und um neue Elemente erweitert wurde. So bekommen Mario und seine Freunde neben Feuerblume, Stern und Pilz auch eine goldene Glocke, die die Spielfigur in ein Katzenkostüm steckt. Damit kann man dann die Krallen ausfahren um Gegner zu kratzen oder an der Wand hochzuklettern. Wie man es halt von der eigenen Katze gewohnt ist. Dieses mal ist man jedoch nicht alleine in den großen dreidimensionalen Welten unterwegs. Bis zu vier Spieler gleichzeitig können als Mario, Luigi, Pech oder Toad mitspielen. Dabei steht es einem frei, ob man sich gegenseitig hilft oder dem Mitspieler die Münzen und Items wegschnappt. Einziger Wermutstropfen ist, dass Yoshi auf der gamescom als Charakter nicht zur Auswahl stand. Ob Yoshi dennoch dabei sein wird, kann man spätestens im Dezember diesen Jahres herausfinden.

 Legend of Zelda – A Link between Worlds

TLOZALBWWährend die WiiU ein HD Remake von The Wind Waker erhält, bekommt der 3DS einen völlig neuen Titel spendiert. Nintendo spielt dabei mit der Tiefe des Raums und hat für Link eine neue Fähigkeit parat. Drückt sich dieser an die Wand, kann er an dieser zur Kreidezeichung werden und sich an besagter Wand entlang bewegen. So lassen sich z.B. Abgründe überwinden, wo sonst kein Durchkommen wäre. In der angespielten Szene mussten wir einen tiefen Abgrund an der Außenseite eines Turms auf einer fahrenden Plattform überwinden. Blöd, wenn dann eine Wand im Wege steht – oder in diesem Fall unser Glück. Wir werden zur Kreidezeichnung, laufen um die Ecke und schon können wir auf der Rückseite der Wand wieder auf die Plattform steigen. Anstatt Cell-Shading-Look, dominiert eine klare 3D Welt, die vom Stil her dem SNES Klassiker A Link to the Past nachempfunden ist. Genau wie in diesem geistigen Vorbild sind die Maps in kleine Bereiche unterteilt. Sobald ihr den Rand eines Bereiches erreicht, scrollt das Spiel die rüber. Auch der Rest des Gameplays ist gleich geblieben. Mit Schwert, Bogen, Bomben oder weiteren Items greift man Gegner wie Steinstatuen oder dunkle Ritter an und blockt deren Angriffe mit dem Schild. Dadurch entsteht das Gefühl, einen neu aufgelegten Klassiker zu spielen. Bereits im November 2013 sollen Abenteurer wieder zum Masterschwert greifen können.

Murdered – Soul Suspect

1Der ehemalige Gamestar Redakteur Gunnar Lott sagte mal über Planscape: Torment “Der Held ist tot und auch sonst in schlechtem Zustand.” So könnte man auch den Protagonisten in Murdered: Soul Suspect beschreiben. Als eigenwilliger Detektiv Ronan O’Connor muss man den schwersten und letzten Fall seiner Karriere aufklären, den eigenen Mord. Den der Angriff eines verhüllten Unbekannten beförderte uns erst aus dem Fenster und schließlich aus dem Leben. Romans gewaltsamer Tod verhindert jedoch, dass er ins Jenseits gelangt. Und so existiert man in einer Zwischenwelt als geisterhaftes Wesen. Die reale Welt nimmt ihn nicht mehr war und es liegt an Ihm den Fall zu lösen und sich somit selbst zu erlösen. Trotz dieser körperlichen Einschränkungen ist Ronan nicht komplett seiner Fähigkeiten beraubt. Sobald er in andere Personen schlüpft kann er deren Sinne nutzen und so beispielsweise sehen, was der leitende Ermittler sieht. Durch die so gesammelten Hinweise können wir am Ende deduktiv auf das Geschehen schließen. In bester Sherlock Holmes Manier, kombinieren wir die Fakten und leiten schließlich unsere Erkenntnis daraus ab, um im Spiel weiterzukommen. Als Geist können wir außerdem durch Wände laufen, außer durch Hauswände. Die sind nämlich in dem streng abergläubigen Ort mit Weihwasser gesprenkelt worden. Sind wir jedoch erst mal im Haus, dann können wir durch alle inneren Wände laufen und die Umgebung erkunden. Hin und wieder stößt man dabei auf andere Geister. Ein junges Mädchen bittet uns beispielsweise herauszufinden, wo ihr toter Körper ist. Also schauen wir bei den Tatverdächtigen vorbei, belauschen diese ein wenig und lesen in Ihren Gedanken. Schließlich erfahren wir, wo der Körper abgeblieben ist und können dies dem Mädchen mitteilen. In Acht nehmen sollte man sich jedoch vor Dämonen, die gerne mal Geister vernichten. Gehen wir denen jedoch aus dem Weg und greifen sie von hinten an, können wir in sie fahren und von Innen platzen lassen. Schade, dass man auf der gamescom Murdered – Soul Suspect nicht selbst spielen durfte. Trotzdem sah das bisher Gesehene nach einen einfallsreichen, neuartigen Detektivspiel aus, dass auch kleinere Actioneinlagen und ein mystisches Element eingebaut hat. Square Enix will den toten Detektiv 2014 auf allen gängigen Konsolen und PC ermitteln lassen.

 Titanfall

TF_Fracture_BattleNeben Bettlefield 4 war der Stand von Titanfall wohl einer mit der längsten Menschenschlange. Drei Stunden Wartezeit und mehr nahmen Interessierte in Kauf um ein Match in EAs neuer Shooter Marke spielen. In Ttitanfall spielen wird wahlweise auf als Soldat der IMC oder der M-COR die miteinander im clinch liegen. Als Spieler stehen wir auf einer der beiden Seiten und wählten während des Probespiels aus einer von drei Klassen. Zur Wahl standen der klassische Soldat mit Schnellfeuergewehr, ein mehr taktisch vorgehender Soldat mit weniger Panzerung und einem schwerbewaffneten Grenadier. Besonders bei der zweiten Klasse waren wir von der sogenannten Smart Gun beeindruckt, die euch bis zu drei Gegner automatisch anvisieren und erledigen lässt. Dabei ist es fast egal wie ihr steht, denn die Kugeln treffen sobald man anvisiert hat automatisch. Früher wäre das Cheaten gewesen, heute ist es ein Feature. Neben den Pilotenklassen wählt man noch aus, welchen Titan, ein großer und panzerter Kampfroboter, man gerne steuern würde. Auch hier standen ähnlich ausgelegte Klassen zur Auswahl, die sich aufgrund ihrer Ausstattung unterschieden. So hat man beispielsweise eingebaute Raketenwerfer, Magnetfelder um Geschosse zurückzuschleudern oder Elektrofelder um Titanen und Piloten zu desorientieren. Dadurch ergaben sich bereits beim ersten Anspielen neun verschiedene Kombinationsmöglichkeiten, um das Gameplay ganz auf die eigenen Vorlieben einzustellen. Das Match selbst zeichnete sich durch ein flottes Spielgeschehen aus, bei dem es immer wieder notwendig war umzudenken oder die gewählte Pilot/Titan Kombination zu wechseln. Man sollte übrigens nicht glauben, dass die Titans den Piloten automatisch überlegen sind. Denn während man innerhalb der Kampfroboter einiges an Schaden wegstecken kann ist man zugleich träger und somit ein leichteres Ziel für andere. Das freut vor allem die Piloten mit Granatwerfern, die dank kleiner Jetpacks Doppelsprünge und Wandläufe vollführen können und so wesentlich agiler als die Titans sind. Das Spiel selbst wird ein reiner Multiplayertitel sein, der jedoch viele Einzelspielerelemente wie eine Story und eine cineastische Inszenierung beinhalten wird. Dies wurde schon beim Anspielen klar, denn bestimmte Aktionen wie das “Entfernen” eines gegnerischen Piloten aus seinem Titan wurden gut animiert dargestellt. Zudem ist das Spiel nach dem Ende eines Matches noch nicht vorüber. Die Verlierer müssen schnellstmöglich zum Evakuierungsshuttle fliehen, während die Sieger versuchen sie davon abzuhalten und so weitere Erfahrungspunkte zu sammeln. Freunde von flotten Multiplayergefechten und Roboterfans müssen noch ein wenig Geduld aufbringen, denn die Veröffentlichung ist nicht vor dem 1. Quartal 2014 für Xbox One, Xbox 360 und PC geplant.

Ryse

1-1Crytek kennt man bislang nur als Entwickler von grafisch hochwertigen Shootern wie Far Cry oder die Crysis Reihe. Nun wagt man sich beim deutschen Entwickler mal ein wenig vom Science-Fiction/Endzeit Szenario weg und reist zurück in die Zeiten als Rom noch die große Weltmacht war. Das heißt aber nicht, dass es weniger actiongeladen zugeht, denn in Ryse wird es große Schlachten um Städte und in Wäldern geben. Auf der gamescom präsentierte man den Coop  Modus von Ryse, der die beiden Spieler als Gladiatoren in die Arena schickt, um das Publikum zu unterhalten und ums eigene Überleben zu kämpfen. Während die Arena am Anfang noch stark an Szenen aus Ridley Scott’s Gladiator erinnert wandelt sich diese im Spielverlauf immer mehr. Wir starteten auf sandigen Boden und aus Öffnungen strömten immer wieder gegnerische Gladiatoren auf uns zu. Diese gilt es ausgerüstet mit Schwer und Schild zu erledigen. Dabei geht es nicht gerade zimperlich zu. Sobald ein Gladiator durch Schwerthiebe genügend geschwächt ist geben wir ihm den Rest, indem wir eine Exekutionsanimation durchführen. Je spektakulärer diese ausfällt, desto euphorischer wird das Publikum und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass für uns am Ende der Daumen nach oben zeigt. Irgendwann gilt es dann Missionen auzuführen, für die sich die Arena anpasst. Schnell finden wir uns in einem sumpfigen Gebiet wieder, indem es gilt Barbaren und deren Lager zu vernichten. Dabei erfolgt der Umbau der Arena während unserer Kämpfe und wird mittels hochgefahrener Bühnenteile realisiert. Wir fragen uns immer noch, ob das im antiken Rom auch so gut klappte.

Das gespielte Material sah gut aus wirkte jedoch etwas detailarm, spielte sich aber flüssig und machte trotz drastischer Gewaltdarstellung viel Spaß. Wir sind schon gespannt, wie der Einzelspielermodus aussehen wird. Ryse erscheint exklusiv für die Xbox One zum Launch.

Beyond: Two Souls

ps3-game-6099-ss4Den Abschluss unserer Anspielsessions bildete Heavy Rain’s geistiger Nachfolger Beyond: Two Souls. Wir übernehmen die Rolle von Jodie, einem Mädchen mit einem paranormalen Begleiter namens Aiden, der die Umgebung geisterhaft manipulieren kann. Jodie ist aufgrund dieser Fähigkeit ihres körpelosen Begleiters auf der Flucht vor den Behörden. In der gamescom Demo wurde der Zug indem Jodie saß gerade von der Polizei angehalten und durchsucht. Für uns gab es nur einen Weg, die Flucht. Wie schon bei Heavy Rain ist die Steuerung kontext-sensitiv. In bestimmten Aktionen gilt es die richtige Taste zu drücken, um Türen zu öffnen oder sich zu verteidigen. Dabei ist dies wesentlich unaufdringlicher geworden. Nur noch hin und wieder ploppt ein schnell zu drückendes X auf. Meist bleibt die Steuerung jedoch simpel: das Spiel verlangsamt sich und wir müssen den Analog-Stick in die passende Richtung drücken, um anzugreifen, zu blocken oder mit Gegenständen zu interagieren. Hin und wieder wechseln wir auch zu Aiden, der Gepäck auf Jodie stößt um sie aufzuwecken oder ihr eine Scheibe zerstört, damit Jodie fliehen kann. Ganz wie beim “Vorgänger” vermsichen auch bei Beyond: Two Souls die Grenzen zwischen Spiel und Film und bieten Thriller, Mystery und Adventure Elemente. Die zwei Hauptdarsteller des Spiels sind übrigens Ellen Page und William Dafoe, die mittels Motion-Capturing und ihnen nachempfundenen Figuren sehr realistisch wirken. Obwohl Beyond: Two Souls nur für die PlayStation 3 erscheint, sieht es sehr gut aus und zeigt, was sich noch aus der Konsole herauskitzeln lässt. Durch das Bestehen auf den Fortlauf der Story sind die Freiheiten des Spielers jedoch stark eingeschränkt, was aber zumindest Fans von Heavy Rain nicht stören sollte. Schon am 11. Oktober wird der Titel in Deutschland erscheinen und somit vor dem Start der PlayStation 4 noch mal ein würdiges Abschiedsgeschenk werden.

 

 

Alle Bildrechte liegen bei SCEE, Nintendo, Square Enix, Electronic Arts, Crytek und Quantic Dreams.

Verfassungsdatum

Montag, 26. August 2013


Redakteure

Christian Kohlstedde

Dabei seit September, 2013

Ehemalige Redakteure

Holger Harth