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radioaktiv auf der gamescom 2013: Einzeltitel (Teil 1)

Am ersten öffentlichen Tag, waren Christian und Holger noch mal in den Kölner Messehallen. Im Gepäck haben sie die ersten Eindrücke von Einzeltiteln. Unsere Liste ist übrigens noch lang, wir wollten euch aber nicht damit erschlagen, daher teilen wir das ein wenig auf:

 

Splinter Cell: Blacklist

Splinter Cell BlacklistViel Neues von Splinter Cell war auf der gamescom nicht zu sehen. Im Grunde handelt es sich um das gleiche Gameplay wie bereits beim Vorgänger Splinter Cell: Conviction. Als Sam Fisher ist man wieder beim amerikanischen Geheimdienst und schleicht sich durch düstere Level. Wie immer hat man dabei ein Arsenal an Gadgets und Waffen dabei, die einem die Missionen erleichtern sollen. Nachtsichtgerät und Sonor gehören da ebenso dazu, wie Haftkameras die bei Bedarf explodieren und Gegner dadurch betäuben. Aber falls ihr eher den Draufgänger markieren wollt und eure Gegner einen nach dem anderen umnähen wollt ist das wieder möglich. Sam kann immer noch bis zu drei Gegner markieren und diese auf Knopfdruck blitzschnell für euch ausschalten. Grafisch bewegt sich Splinter Cell: Black List auf gleichem Niveau wie der Vorgänger, jedoch sind sowohl Spielwelt als auch Sam selbst deutlich düsterer gestaltet. Im Verlauf des Spiels dürft ihr euch übrigens auch noch als Manager eurer Basis, ein großes Frachtflugzeug, hervortun und die Innenausstattung aufwerten oder neue Räume dazukaufen. Splinter Cell Blacklist ist bereits seit dem 22. August für alle gegenwärtigen Konsolen und PC erschienen.

 

Kinect Sports Rivals

Kinect Sports RivalsEiner der ersten Stände, die wir in Beschlag nahmen war der Rare Stand. Früher glänzte Rare mit einfallsreichen Jump’n’Runs, wie die Donkey Kong Country Reihe oder die Banjo Kazooie Spiele. Doch seit der Übernahme durch Microsoft und dem Weggang der Gründer des Studios sollte man nicht mehr mit solchen zeitlosen Titeln rechnen. Dafür wird Rare nun bevorzugt zur Entwicklung neuer Titel für neue Microsoft Hardware eingesetzt. Daher war der auf der gamescom gezeigte Titel speziell für die Steuerung durch den neuen Kinect Sensor ausgelegt. Dieser arbeitet deutlich besser als sein Vorgänger. Bewegungen werden genau erkannt und übertragen. Die Tiefenwahrnehmung klappte auch ohne Probleme bei unserem Selbstversuch. Bei der ersten Version der Kinect war die Erkennung von Bewegung und Tiefe noch ziemlich ungenau und ein schnelles, akkurates Spielen war nicht möglich. Sollte der Sensor in anderen Spielen genauso gut funktionieren, sind für uns aber auch durchaus Core Spiele für Kinect denkbar. Gespielt haben wir Kinect Sports Rivale, eine Spielsammlung von verschiedenen Sportarten. Wir entschieden uns für das Klettern. Gegen mehrere Computergegner mussten wir nun versuchen so schnell wie möglich eine Felswand zu erklimmen. Dabei standen wir vor dem Fernseher und streckten unsere Arme in Richtung der Griffsteine. Sobald wir einen in Reichweite hatten griffen wir zu und zogen die Arme nach unten um unsere Spielfigur aufwärts klettern zu lassen. Das klappte erstaunlich gut und war sehr präzise. Schade nur, dass dieser Modus nicht für mehrere menschliche Gegner gegeneinander gezeigt wurde, denn das wäre ein gutes Partyspiel für jederman gewesen. Mit einem Release zum Start der Xbox One klappt es nicht mehr, denn Rare verschob den Release auf das Frühjahr 2014.

 

The Evil Within

The Evil WithinVon The Evil within, dem neuen Survival-Horror Gams von Shinji Mikami, gab es leider keine Demo zum selbstgruseln, dafür aber neue Gameplay Eindrücke und Infos zum Plot des Spiels. Mikami kennt man übrigens als geistiger Vater des Survival-Horror Spiels Resident Evil, der jedoch nach Teil 4 nicht mehr an Bord der Entwicklung war. Man übernimmt die Rolle von Sebastian “Seb” Castellanos der eine Reihe von Morden in einer Irrenanstalt aufklären soll. Doch als er am Tatort ankommt, sind alle Polizisten verschwunden. Mit einer Überwachungskamera bemerkt man eine vermummte Person, die sich unnatürlich schnell bewegt und ebenso blutig einige überlebende Polizisten abschlachtet. Schließlich ist man selbst an der Reihe, wird aber zum Glück nur bewusstlos und wacht in der Gewalt eines monströsen Mannes mit Maske und laut tuckernder Kettensäge auf. Der Filmklassiker Freitag, der 13. lässt grüßen. Hier gilt es sich zu befreien, zu fliehen und schließlich sich vor dem kettensägenschwingenden Bösewicht zu verstecken. Soweit war der Inhalt schon von der E3 bekannt. Anschließend folgte noch die erweiterte Flucht Sebs durch einen Gang, der von einer großen Welle aus Blut geflutet wurde. Eine andere Szene erinnert an den Anfang von Resident Evil 4, als Seb eine Hütte mit zwei Fenstern vor Besessenen mit Stacheldrahtfetisch verteidigen muss. Zwar wirkte es übertrieben, dass Seb die Fenster mit Näherungsminen sichern konnte, aber das Gefühl der Bedrohung kam trotzdem auf. Zum Ende der Präsentation schaffte Seb schließlich die Flucht aus dem Irrenhaus und trat ins Freie, nur um festzustellen, dass die umliegende Großstadt in Trümmern liegt. Ob es sich dabei schon um das tatsächliche Ende des Spiels gehandelt hat, ließ man offen, jedoch ist stark davon auszugehen, dass danach noch Spielinhalt folgen wird. Im Gesamteindruck wirkt The Evil within wie ein Horrorspiel, dass die besten Teile aus Resident Evil 4 und guten Horrorfilmen wie The Shilling in sich vereinen möchte. 2014 kann man sich dann auf den aktuellen und den Next-Gen Konsolen davon überzeugen, ob dem Entwickler Bethesda dieser Versuch geglückt ist.

 

Wolfenstein – The New Order

Wolfenstein The New OrderSchon fast traditionell ging es am anderen Stand von Bethesda zu. Mit Wolfenstein – The New Order versucht Entwickler MachineGames die Reihe, deren Vorgänger bei uns allesamt auf dem Index stehen, auch in Deutschland Fuß fassen zu lassen. Der Titel ist ein klassischer Ego-Shooter von denen man glaubte, dass sie sich langsame überholt haben. Kein duck and cover System wie es heutzutage üblich ist und auch keine automatische Heilung machen den Titel gerade für Anfänger sehr knifflig. Naja, die letzten 20 Gesundheitspunkte sind dann doch regenerierend. Die Story hingegen bleibt kompromisslos traditionell und bietet wenig Tiefgang. In einer fiktiven Geschichte der Welt haben die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen und herrschen mit einem totalitärem System in den USA. Protagonist B.J. Blazkowicz will dies ändern und kämpft zusammen mit einer Untergrundorganisation gegen das System an. Genreübliche Egoshooterkost. Man hat verschiedene Waffentypen und tritt gegen die Schergen eines nationalsozialistischen Regimes an. Auf der gamescom Demo überlebt man gerade so den Zusammensturz eines Gebäudes und sieht sich gleich in den Kampf mit einem Kampfroboter der Nazis verwickelt. Gegen Sicherheitskräfte geht es später neben einem Mondmodell zur Sache. Hier zeigen die Entwickler etwas Humor und greifen die alte Verschwörungstheorie von der Nazi-Mondbasis auf. Einziges moderner wirkendes Spielelement ist eine Laserkanone mit der man sich später den Weg durch festgelegte Metallwände schneiden kann. Wer die Shooter der alten Tage immer noch von Herzen gern hat oder einen Faible für kitschige Geschichten hegt, der sollte mit Wolfenstein – The New Order gut bedient sein. Der Titel erscheint 2014 für gegenwärtige als auch Next-Gen Konsolen, sowie für den PC. Die deutsche Version wird hinsichtlich der NS-Symbolik angepasst werden.

 

Batman – Arkham Origins:

Batman Arkham OriginsWeiterentwickelt hat sich Batman im neuesten Teil nicht, denn Batman – Arkham Origins ist ein Prequel zu den beiden Vorgängern. In einer Weihnachtsnacht will Schurke Black Mask, den Fledermausmann zur Strecke bringen lassen. Allerlei Schurken versammeln sich in Gotham City, um sich die ausgesetzte Belohnung auf den Mann mit den spitzen Ohren und den kräftigen Fäusten zu holen. Batman selbst ist noch recht frisch im Heldengeschäft, was aber nicht heißt, dass er hilflos wäre. Wie gewohnt schwingt und gleitet man durch Gotham City, kann Gegner im Nahkampf erledigen oder diese heimlich in Gebäuden ausschalten. Letzteres ist auch dringend angeraten, denn sobald die Gegner bewaffnet sind, sieht’s düster aus für Batman. Nach ein paar Schuss ist dann Schluss mit dem Fledermausleben. Also lieber mal auf Wasserspeiern ausharren und die Gegner heimlich von oben K.O. hauen. Die bisherigen Teile wurden bislang von Rocksteady entwickelt, diese gaben jedoch die Entwicklung an Warner Bros. ab. Warner Bros erweiterte auch gleich den Detektivmodus. Findet Batman nun genug Hinweise am Tatort, kann er das Geschehen rekonstruieren. Den Ablauf des Verbrechens kann er dann nach belieben vor oder zurückspulen und so verschiedene Einzelheiten bemerken, die er vorher nicht entdecken konnte. Der Titel wirkte beim Anspielen so solide wie die Vorgänger und wird bereits Ende Oktober für alle gängigen Konsolen erscheinen. Auf dem PlayStation Stand von Sony konnte man zudem die PlayStation Vita Umsetzung mit dem Anhängsel “Blackgate” im Namen anspielen. Von der Optik war der Titel in Ordnung jedoch nicht beeindruckend gut. Das Gameplay lässt jedoch all die Freiheiten des “großen” Spiels vermissen. So ist man in den Außenarealen häufig wie auf Schienen unterwegs, kann also nur vorgegebenen Bahnen folgen. Der Titel soll zeitgleich Ende Oktober für Nintendo 3DS und PlayStation Vita erscheinen.

Die Rechte der Bilder liegen bei Ubisoft, Rare, Bethesda und Warner Bros.

Verfassungsdatum

Freitag, 23. August 2013


Redakteure

Christian Kohlstedde

Dabei seit September, 2013

Ehemalige Redakteure

Holger Harth