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Exzellenzinitiative in der Kritik

Ein Jahr nach der Ergebnisbekanntgabe der zweiten Runde der Exzellenzinitiative wächst die Kritik an dem Projekt. Das Förderprogramm sollte den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Deutschland nach Vorne bringen – doch die deutschen Unis konnten im internationalen Vergleich zuletzt nicht bestehen.

Mit der Exzellenzinitiative fördern Bund und Länder bis 2011 ausgewählte Hochschulen mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro. Große Hoffnung liegt vor allem auf den neun so genannten Elite-Universitäten, die für ihr Zukunftskonzept ausgezeichnet worden sind – darunter auch die Uni Heidelberg. Sie sollen auch international ganz oben mitmischen.

Doch von diesem Ziel ist die deutsche Hochschullandschaft noch weit entfernt. Bei länderübergreifenden Hochschulrankings, wie etwa dem THES- oder dem Shanghai-Ranking, tauchen die deutschen Unis erst weit hinter Platz 50 auf. Egal ob Uni Heidelberg, die LMU München oder die TU München – allesamt Abräumer bei der Exzellenzinitiative – die deutschen Hochschulen konnten sich international kein bisschen verbessern.

Bund und Länder halten an der Initiative dennoch fest: Im Juli haben sie beschlossen, das Förderprogramm auch nach 2011 fortzusetzen. Wie teuer die nächste Exzellenzinitiative wird, soll im kommenden Jahr geklärt werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat haben aber bereits eine deutliche Erhöhung der Mittel um bis zu 30 Prozent gefordert.

Verfassungsdatum

Dienstag, 14. Oktober 2008