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DHV: "Bologna-Prozess misslungen"

Der Deutsche Hochschulverband (DHV), der die Interessen der Hochschulprofessoren vertritt, hat gestern in Bonn scharfe Kritik am Bologna-Prozess geübt. Er bezeichnete die Hochschulreform als „weitgehend misslungen“ und forderte die Politik dazu auf, das Studium in Deutschland wieder zu verlängern. Der DHV wünscht sich als Regelabschluss den Master anstatt des Bachelors.

Der DHV bezeichnete darüber hinaus die neuen Studiengänge als „zu spezialisiert“, sodass ein Studienortwechsel während des Bachelor-Studiums im In- und Ausland nahezu unmöglich sei. Zudem habe die Umstellung die Zahl der Studienabbrecher erhöht, statt sie zu reduzieren. Der DHV fordert außerdem, den Diplom-Abschluss für Ingenieure zu erhalten.

Der Bologna-Prozess will die europäische Hochschullandschaft reformieren: Studenten sollen durch ein vereinheitlichtes Studium und gleiche Abschlüsse leichter im Ausland studieren können und Arbeit finden. Dafür werden bis 2010 die alten Hochschulabschlüsse (etwa Diplom und Magister) komplett durch die neuen Abschlüsse Bachelor und Master ersetzt, wobei die Regelstudienzeit nach dem Bachelor-Abschluss und damit schon nach sechs bis acht Semestern endet.

Verfassungsdatum

Freitag, 05. September 2008